Es war 20 Uhr als mein Training zu Ende war. Wie immer war es der beste Part der Woche, Dienstag und Donnerstag Abend meine 1 1/2 Stunden. Alle fuhren nach und nach mit ihrem Fahrrad los, nur ich saß noch auf der Bank vor der hässlichen Turnhalle. Ich blieb dort auch noch sitzen, hörte sehr laut über meine Kopfhörer Musik und guckte mit einem leeren Blick über den Schulhof dieser Gesamtschule. Nach und nach musste ich daran denken, dass ich vielleicht bald auf dieser Schule bin, obwohl ich nicht sicher bin, ob ich das will. Meine Schule ist dreck, ja das ist sie, abgesehen von lauter Drogen (Abhängige wie Dieler), Waffendrohungen und lauter rauchern, ist auch einfach die Organisation der Schule absoluter mist. Klar freuen sich wir Schüler uns über den etxtra Freiblock, aber wenn man es mal verrechnen würde, wie viel Ausfall das eigentlich ist - uff, in 3 Monaten haben wir dann einfach einen gesamten Monat Ausfall, das ist doch kein Zustand?!
Langsam stehe ich von der Bank auf und gehe zu meinem Fahrrad. Ich setzte mich langsam drauf und fahre los, langsam. Als ich einige Meter gefahren bin, bemerke ich dass einer vom Training an einer Ecke auf mich gewartet hatte, toll, ich hatte keine Lust zu reden. Ich behielt meine Kopfhörer mit lauter Musik also drin und wir fuhren neben einander her. Er guckte mich die ganze Zeit an, ich guckte aufs Wasser und auf die langsam untergehende Sonne. An einer anderen Ecke fur ich links, er gerade aus, ich hätte beide Wege fahren können, aber ich entschied mich für den langsameren und längeren. Ich fuhr einmal durch die ganze Stadt, in einem langsamen Thempo, doch das eine Abbiegen von mir nach rechts war ein Fehler, wie ich im Endeffekt bemerkte. Ich kam an der Schule meiner Schwester vorbei. Sie hat dort vor kurzen ihr Abitur mit 1.3 Abgeschlossen. Meine Gedanken begannen wieder zu kreisen. Ich dachte an die Spanischarbeit die ich zurück bekommen hatte. Es war eine 5- mit 3 Notenpunkten. Als nächstes dachte ich daran was die Lehrerin mir als Zeugnisnote gesagt hatte 7 Notenpunkte, 3-. Unzufriedenheit ging in mir auf. Ich fragte mich, warum ich eigentlich lerne, wenn ich eh bei jeder Arbeit einen Migräne Anfall bekomme. Ich bringe jede Arbeit mit 5 nachhause. Nächster Gedanke - Mathe. Wut kam in mir hoch, die Mathelehrer, ich kam mit denen nicht klar. Meinem einem richtigen erstrecht nicht und dann noch der Referendar, beide eine Katastrophe und bei beiden lerne ich nichts. Alle Arbeiten dieses Jahr wurden mit einer 5 benotet. Ich sagte mir innerlich, hör auf dich drüber aufzuregen, hast du schon viel zu oft gemacht. Ich hörte lauter Musik, so laut wie es ging. Die Tränen begannen zu fließen, nicht kontrolierbar. Ich fuhr weiter, bis nachhause, erst dort konnte ich meine Tränen stoppen und schnell abwischen, meine Ärmel waren aber schon vorher komplett nass vom Abwischen der Tränen. Ich setzte mich in den Sessel, ging an mein Handy, 5 neue Whats App Nachrichten. Ich ignoriere sie und gehe auf Instagram. 1734 Follower, cool, innerlich kommt etwas leichtes warmes in mir auf. Ich lade noch ein Video dort hoch, bevor ich bis 22.30 Uhr allmögliche Hausarbeit erledige. Danach ging ich ins Bett, nur geschlafen habe ich dort nicht!
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